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Rettungsdienst ist kein wirtschaftliches Marktgut
Berlin, 21. März 2009 20/09
Der Rettungsdienst ist fest eingebunden in das komplexe System der Gefahrenabwehr, das hat der Einsatz bei dem Amoklauf in Winnenden deutlich gezeigt. Beim 11. DRK-Rettungskongress in Hannover wurde gefordert, dass der Rettungsdienst kein wirtschaftlicher Faktor sein darf.
Bei dem Amoklauf in Winnenden haben die Rettungskräfte vom Deutschen Roten Kreuz Hand in Hand mit den Kräften von Polizei, Feuerwehr und medizinischem Personal gearbeitet. Der Rettungsdienst ist bei Großschadenslagen mit als erster vor Ort.
"Der Rettungsdienst darf nicht als rein wirtschaftlicher Faktor betrachtet und behandelt werden. Er muss mehr sein als nur Transportleistung. Bereits im Rettungswagen beginnt die medizinische Hilfe", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.
In diesem Zusammenhang wurde auf dem Rettungskongress gefordert, die Handlungskompetenzen der Rettungsassistenten klar von politischer Seite festzulegen und damit Rechtssicherheit zu geben.
Aufgrund der demografischen Entwicklung droht eine Ausdünnung der notärztlichen Versorgung in der Fläche.
Bei einem Kreislaufstillstand zählt aber jede Minute, damit der Patient keine irreparablen Schäden erleidet.
DRK-Rettungsassistent Michael Hofmann musste einen Patienten Intubieren, um sein Leben zu retten. Eine Maßnahme, die eigentlich nur von Ärzten durchgeführt werden darf. "Im Nachhinein habe ich weiche Knie bekommen", so Hofmann. "Es ist gut gegangen. Aber wenn es nicht geklappt hätte, hätte man mich juristisch belangen können."
Weitere Informationen über den Rettungskongress unter www.Rettungskongress.DRK.de
(c) Deutsches Rotes Kreuz, Generalsekretariat, Berlin 21.3.09




