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Deutsches Rotes Kreuz übt Ernstfall im Simulationszentrum der Bundeswehr
Wiesbaden, 19. Mai 2009
04/2009
Anfang Mai versammelten sich Führungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes – Landesverband Hessen e. V. erstmalig in einem Simulationszentrum (SIRA) der Bundeswehr im Lager Hammelburg, um den Ressourceneinsatz im Notfall zu üben.
Die großflächig rund um Bad Bocklet simulierte Großschadenlage mit Waldbränden, Unwetter und Überschwemmungen machte deutlich, wie wichtig eine optimale Koordination von Rettungs- und Versorgungsmaßnahmen sein kann. Im Notfall kommt es besonders auf den effizienten Einsatz der Helfer an. Schnellstmöglich müssen die Helfer ihre Aufgaben erkennen und ihr Wissen konzentriert umsetzen können.
Ziel der Übung war es, unter Echtzeitbedingungen die Maßnahmen der verschiedenen Führungsebenen abzubilden, alle Ereignisse sowie Fahrzeugbewegungen digital auf einer Landkarte darzustellen und die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, der Polizei, dem Technischen Hilfswerk und den Feuerwehren zu optimieren. „Als Teil der größten humanitären Organisation weltweit sehen wir uns in der Verantwortung schnelle Hilfe zu leisten. Die Zusammenarbeit im Ernstfall müssen wir immer wieder üben, auch mit anderen staatlichen Organen und zivilen Organisationen. Nur so können wir im Notfall Hand in Hand arbeiten“, so Norbert Södler, Vizepräsident DRK-Landesverband Hessen.
Für die Möglichkeit dieser Übungsmaßnahme bedankt sich der DRK-Landesverband Hessen e. V. bei der Bundeswehr und Oberstleutnant Klaus Bils.
Nächste Großübung in Fulda
Bei einer Großschadenlage oder auch im Katastrophenfall kann der DRK - Landesverband Hessen e. V. qualifiziertes ehren- und hauptamtliches Personal aus folgenden Bereichen einsetzen: Rettungs- und Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, Technik + Sicherheit, Information und Kommunikation, Bergwacht, Wasserwacht und Pflegehilfsdienst.
Die nächste Großübung aller 5 Gemeinschaften (Bereitschaften, Bergwacht, Wasserwacht, Wohlfahrts – und Sozialarbeit und Jugendrotkreuz) findet vom 4. bis 6. September 2009 am Haune-Stausee bei Fulda statt.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK)
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. In Europa ist es mit 4,3 Millionen Mitgliedern, etwa 300.000 ehrenamtlichen sowie mehr als 80.000 hauptamtlichen Mitarbeitern die größte Hilfsorganisation.
Der DRK-Landesverband Hessen e. V.
In Hessen engagieren sich rund 30.000 Menschen ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz. Zu den wichtigsten Aufgabenfeldern zählen unterschiedliche Bereiche wie Soziale Dienste, Rettungsdienst, Blutspendedienst, Katastrophenschutz und Erste-Hilfe-Ausbildung.
Zum DRK-Landesverband Hessen e. V. gehören 40 Kreisverbände und 475 Ortsvereinigungen, rund 330.000 fördernde Mitglieder, 25.000 aktive Helferinnen und Helfer und knapp 5.000 Jugendrotkreuzmitglieder.
Präsidentin: Hannelore Rönsch, Bundesministerin a. D.
Landesgeschäftsführer: Thomas Klemp
Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung
Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist mit 186 nationalen Gesellschaften die größte humanitäre Organisation der Welt. Sie hat mehr als einhundert Millionen freiwillige Helfer und viele Tausende hauptberufliche Mitarbeiter.
Ins Leben gerufen wurde sie von dem Schweizer Henry Dunant: Der junge Kaufmann wurde 1859 im italienischen Solferino Zeuge, als Tausende verwundete Soldaten auf dem Schlachtfeld zurückgelassen und dem sicheren Tod ausgeliefert wurden. Dunant mobilisierte die Bevölkerung zu helfen – und zwar unabhängig davon, auf welcher Seite die Verwundeten gekämpft hatten. Eine neue humanitäre Idee war geboren: Zwölf Staaten unterzeichneten später einen auf Dunants Initiative basierenden Vertragsentwurf zur „Verbesserung des Schicksals der verwundeten Soldaten der Armeen im Felde“. Das rote Kreuz auf weißem Grund wurde offizielles Schutzzeichen.
DRK-Pressestelle für Hessen
Alina Loeb
Tel. 0611 7909-526
alina.loeb@drk-hessen.de




