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Tag der Vermissten am 30. August 2009
3 Zeilen bringen Glück – Rotes Kreuz vermittelt weltweit Nachrichten
Wiesbaden, 28. August 2009
18/2009
Über 30 Millionen SMS werden in Deutschland täglich verschickt. Da scheint es unvorstellbar, dass es für Menschen höchstes Glück bedeuten kann, über das Rote Kreuz eine dreizeilige schriftliche Nachricht von Verwandten zu erhalten – nach drei Jahren Funkstille.
Weltweit verschwinden Millionen von Menschen bei bewaffneten Konflikten, durch Katastrophen oder Vertreibung. Niemand kennt die genaue Zahl. Am Sonntag, den 30. August, ist der internationale Tag der Vermissten.
Seit die Kongolesin Gaudencia (Name geändert) im Sommer 2006 nach Deutschland geflohen war, hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihren sechs Kindern, die sie zurücklassen musste. Gaudencia war in Lukala in der Provinz Bas Kongo Vorsitzende einer Frauenorganisation und wurde von staatlichen Sicherheitskräften überfallen, im Beisein ihrer Kinder brutal vergewaltigt und bedroht. Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis floh sie nach Deutschland. Nachdem sie sich im März dieses Jahres an den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes gewandt hatte, konnte das Rote Kreuz den Aufenthaltsort von fünf ihrer Kinder ermitteln. Das sechste gilt noch immer als vermisst.
Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes ist Teil des weltweiten Netzwerkes der Suchdienste der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). 2008 konnte das Rote Kreuz weltweit 6.072 Personen wieder finden und knapp 4.000 Anrufe vermitteln. Rund 350.000 Nachrichten besorgter Angehöriger hat die humanitäre Organisation empfangen, über 320.000 davon konnten zugestellt werden - Wie die von Gaudencia. Sie hat Rotkreuznachrichten von fünf ihrer Kinder erhalten, die beigelegten Fotos schaut sie immer wieder an und hofft, ihre Kinder bald wieder in die Arme schließen zu können.
Weitere Informationen über den Suchdienst finden Sie unter www.drk-hessen.de




