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Qualitätsverlust im Rettungsdienst?
Ausschreibungen gefährden die Zukunft des Rettungsdienstes
9. DRK-Rettungsdienst-Symposium
19. bis 20. November 2009 in Hohenroda
Wiesbaden, 5. November 2009
29/2009
Wird der Rettungsdienst von Morgen nur noch wenig mit der gewohnten menschlich und medizinisch hochwertigen Versorgung zu tun haben? Wird es dem Rettungsdienst künftig überhaupt noch möglich sein, engagierte, hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu beschäftigen oder wird der Minderqualifikation und damit dem Qualitätsabbau Tür und Tor geöffnet?
In Deutschland ist der Rettungsdienst Angelegenheit der Länder. Dennoch wird die Zukunft des Rettungsdienstes vermutlich nicht mehr durch den Willen der Landesgesetzgeber allein bestimmt werden, sondern vor allem auch durch die Auswirkungen verschiedener Gerichtsurteile. Der Bundesgerichtshof entschied im Dezember 2008, dass die Rettungsdienstleistungen in Submissionsländern (z.B. NRW, Sachsen) ausschreibungspflichtig seien. Auf europäischer Ebene stehen durch den Europäischen Gerichtshof weitere Entscheidungen zur Ausschreibungspflicht an. Letztere könnten auch die Konzessionsländer (wie z.B. Hessen) zwingen, künftig kontinuierlich Ausschreibungen im Rettungsdienst durchzuführen. Die Rettung in Not geratener Menschen würde ausgeschrieben wie Leistungen der Müllabfuhr oder des öffentlichen Personennahverkehrs. Eine hochsensible medizinische Dienstleistung würde vollumfänglich den Gesetzen des Marktes unterworfen, ohne dass hinterfragt worden wäre, wie sich dieses Vorgehen direkt beim Notfallpatienten auswirkt. Gerichte und Gesetzgeber, die turnusmäßige Ausschreibungen in Rettungsdienstgesetzen verankern bzw. mit ihren Entscheidungen zu solchen führen, verkennen die unmittelbaren Auswirkungen ihres Tuns auf die Qualität der Versorgung der Bevölkerung. Neue Leistungserbringer, alle 4-5 Jahre ausgetauscht, mit neuem, unerfahrenem Personal können nicht die gleiche Qualität der Leistung bieten, wie dies bewährte Leistungserbringer wie das DRK können.
Auch unter diesem Aspekt diskutieren namhafte nationale und internationale Referenten aus Politik, Wissenschaft und Rettungsdienst anlässlich des
9. DRK-Rettungsdienstsymposiums
unter dem Leitthema
„Die Rettung Kommt! Rettungsdienst von Morgen.“
vom 19. bis 20. November 2009
in Hohenroda (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) die Perspektiven des Rettungsdienstes der Zukunft.
Eröffnen wird diesen Leitkongress des deutschen Rettungsdienstmanagements mit 500 Teilnehmern die hessische DRK-Präsidentin Hannelore Rönsch am Donnerstag, dem 19. November 2009 um 11.00 Uhr, gemeinsam mit der Staatsekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, Frau Petra Müller-Klepper. Schirmherr der Veranstaltung ist Staatsminister Jürgen Banzer.
Den Programmflyer und weitere Informationen finden Sie unter www.drk-rettungsdienstsymposium.de
Wir laden alle Medienvertreter herzlich dazu ein, an der Veranstaltung teilzunehmen: 9. DRK-Rettungsdienstsymposium, Hessen Hotel Park, Schwarzengrund 9, 36284 Hohenroda
Anmeldung und Ansprechpartner für die Presse:
Alina Loeb
Pressereferentin
Deutsches Rotes Kreuz
Landesverband Hessen e.V.
Abraham-Lincoln-Straße 7
65189 Wiesbaden
Tel.: 0611-7909-526
Mobil: 0162-4014578
Fax: 0611-7909-97-526
alina.loeb@drk-hessen.de
www.drk-hessen.de
www.drk-rettungsdienstsymposium.de




