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DRK-Seniorenzentrum Jungfernkopf in Kassel ist Anlaufstelle bei Stromausfall
Neue Technologie schaltet Stromversorgung automatisch um und ermöglicht die Verpflegung eines ganzen Stadtteils mit heißen Getränken und Mahlzeiten
Wiesbaden, 12. November 2009
30/2009
Beim Neubau des DRK-Seniorenzentrums Jungfernkopf in Kassel wurde nach einem Lösungsansatz gesucht, die Einrichtung mit seinen 77 pflegebedürftigen Bewohner im Falle eines Stromausfalls nicht evakuieren zu müssen. Eine neue Stromversorgung sollte jedoch nicht nur den Bewohnern des DRK-Seniorenzentrums zu Gute kommen, sondern das Gebäude an sich soll als Anlaufstelle für die Menschen im Stadtteil dienen. So sollen bei einem länger anhaltenden Netzausfall heiße Getränke oder eine kleine Mahlzeit gereicht werden können.
Zur Stromerzeugung wurde das DRK-Seniorenzentrum u.a. mit einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 57 kWp ausgestattet. Grundsätzlich ist in Deutschland die Nutzung einer umweltfreundlichen Photovoltaikanlage nichts Außergewöhnliches. Bei einem Stromausfall werden jedoch Solarstrom-Anlagen nach gesetzlicher Vorgabe vom Stromnetz getrennt. Das DRK-Seniorenzentrum hat sich für eine neuentwickelte Solarstromanlage entschieden, die bei einem Ausfall des öffentlichen Netzes die Eigenversorgung ermöglicht. Das sogenannte Sunny Backup System der Fa. SMA, Niestetal, schaltet bei einem Netzausfall automatisch auf „Inselbetrieb“ und damit direkt auf die Stromversorgung durch die Photovoltaik-Anlage. Das war bislang nicht möglich.
DRK-Kreisgeschäftsführer Gerhold-Toepsch aus Kassel weiß „Im Ernstfall brauchen sich die Bewohner nicht zu fürchten, die Pflege und Betreuung geht ganz normal weiter. Die neue Technik ermöglicht nicht nur die Stromversorgung in den Fluren und Küchen, sondern in allen Räumlichkeiten und für alle erforderlichen Gerätschaften.“ Gerhold-Toepsch weiter „Tatsächlich haben wir nun die Möglichkeit, auch die Menschen im umliegenden Stadtteil im Falle eines Stromausfalls mit dem Wichtigsten zu versorgen. Das war uns ein großes Anliegen und wir verstehen es als unseren Auftrag, in solch einer Situation unkomplizierte Hilfe zu leisten.“
Ansprechpartner:
Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Kassel-Wolfhagen e. V.
Geschäftsführer Holger Gerhold-Toepsch
Königstor 24
34117 Kassel
Tel.: 0561 72904-120
Fax: 0561 72904-49
E-Mail: hgt@DRK-Kassel.de
Internet: www.DRK-Kassel.de








