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Haiti: Rotkreuz-Impfaktion soll Tausende geschwächter Kinder schützen
Berlin/Wiesbaden, 03. Februar 2010
7/10
Das Rote Kreuz wird sich mit über 30 Helferteams an Impfkampagnen beteiligen, die ab heute die Erdbebenopfer in den über 500 Zeltlagern der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince vor Krankheiten wie Masern, Tetanus und Diphtherie schützen sollen. Unter ihnen sind schätzungsweise 140.000 Kinder. Sie sind durch die hygienischen Verhältnisse in den Lagern ohne fließend Wasser, Abwasserkanalisation und Müllentsorgung besonders gefährdet – wenn auch die Versorgung mit Trinkwasser und Lebensmitteln inzwischen funktioniert.
Im Hospital des Deutschen Roten Kreuzes und in der Gesundheitsstation sind unter den Patienten immer mehr Kinder mit Durchfall, Fieber, Erkältungen oder Hautauschlägen – alles Folgen der schlechten Unterbringung in den Lagern. „Diphtherie – eine Infektion der Atemwege – aber auch die Masern können für diese geschwächten Kinder zur großen Gefahr werden“, sagt Dr. Thomas Moch, Mediziner im Rotkreuz-Hospital.
Im Rahmen der Impfaktion, unter Leitung der Weltgesundheitsaktion WHO werden Kinder unter sieben Jahren gegen Masern, Röteln, Tetanus und Diphtherie geimpft. Ältere Kinder und Erwachsene sollen eine Spritze gegen Diphtherie und Tetanus (Wundstarrkrampf) bekommen.
Nach neuesten Schätzungen brauchen in Haiti etwa eine Million Menschen dringend bessere Unterkünfte. Allein in der Hauptstadt leben bis zu 800.000 Menschen in selbst gebastelten Behausungen. Über 200.000 sind aufs Land geflohen. „Viele sind weiter auf der Suche nach einem Platz, wo sie bleiben können“, erklärt Frederic Blas, der für die Rotkreuz-Bewegung die Versorgung der Camps koordiniert. Spätestens, wenn im Frühjahr der Regen kommt mit Schlamm und Überschwemmungen müssen die Opfer des Erdbebens sicher untergebracht sein. Und die Kinder geimpft.
Hessen hilft Haiti – DRK sammelt mit Prominenten aus Gesellschaft und Politik am 6. Februar in der Wiesbadener Fußgängerzone und am Rathaus
Am Samstag, den 6. Februar 2010 von 10.30 bis 13.30 Uhr sammelt DRK-Präsidentin Hannelore Rönsch gemeinsam mit Rotkreuzlern und Prominenten in der Fußgängerzone in Wiesbaden (Kirchgasse, zwischen Friedrichstraße und Faulbrunnenstraße) und am Rathaus (Höhe Marktstraße 10) für die Erdbebenopfer in Haiti. „Das Einzige, was wir von hier aus für die Menschen in Haiti tun können, ist Geld für die Hilfsmaßnahmen vor Ort zu sammeln. Aber das ist auch das Mindeste, was wir tun sollten!“, appelliert Rönsch an die Bevölkerung.
Tatkräftige Unterstützung bekommt Rönsch u.a. von Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller, Oberbürgermeister a.D. Hildebrand Diehl, Moderator Nick Benjamin, Direktor VHS Wiesbaden Hartmut Boger, Chefredakteur a.D. Wiesbadener Kurier Hilmar Börsing, Moderatorin Ulrike Neradt, Schauspielerin Sybille Nicolai, Chefredakteur Wiesbadener Kurier Stefan Schröder, Moderator Claus Seibel, Moderatorin Barbara Tietze sowie die Mitglieder des Lions Clubs Drei Lilien und Lions Clubs Wiesbaden.
Wir laden die Medienvertreter herzlich ein, dabei zu sein. Das DRK informiert vor Ort über die aktuelle Lage in Haiti und die Hilfsmaßnahmen des Roten Kreuzes.
Anmeldung und Kontakt:
Alina Loeb
Pressereferentin
Deutsches Rotes Kreuz
Landesverband Hessen e.V.
Abraham-Lincoln-Straße 7
65189 Wiesbaden
Tel.: 0611-7909-526
Mobil: 0162-4014578
Fax: 0611-7909-97-526
mailto:alina.loeb@drk-hessen.de
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