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Hessens DRK-Präsidentin Hannelore Rönsch: „Wir dürfen die Augen vor solch großem Leid nicht verschließen! Bitte spenden Sie schnell und großzügig!“
„Die politische Situation vor Ort darf nicht dazu führen, dass die notleidenden Menschen nur zögerlich Hilfe bekommen!“
Wiesbaden, 26. August 2010
28/2010
„Nach anfänglichen Zögern rollt die Spendenbereitschaft für die Flutopfer in Pakistan zwar an, aber noch lange nicht so, dass es reicht“, sagt Hannelore Rönsch, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes in Hessen. Dabei war der Pakistanische Rote Halbmond, die Schwestergesellschaft des Roten Kreuzes, schon vor der Katastrophe vor Ort und konnte sofort reagieren - noch ehe andere Helfer da waren. Das DRK ist bereits seit 1983 in Pakistan und arbeitet mit der Schwestergesellschaft eng zusammen. Viele der bestehenden Katastrophenschutzprojekte, die das DRK mitfinanziert, können nun flexibel für die akute Katastrophe genutzt werden. Sechs Rotkreuz-Gesundheitsstationen versorgen die Flutopfer in den Unglücksgebieten. Die Verteilung von Hilfsgütern lief sofort an.
Das Ausmaß der Katastrophe in Pakistan ist furchtbar. Über ein Drittel des Landes ist überflutet, bereits 1500 Menschen starben, über 20 Millionen Menschen sind von der Außenwelt abgeschnitten und obdachlos. Viele Zugangswege sind eingeschränkt oder gar unpassierbar. Hilfsgüter können teilweise nur mit Mauleseln transportiert werden. Jeden Tag fürchten die Menschen um ihr Leben. Immer schneller breiten sich Krankheiten und Seuchen aus. Medizinische Hilfe fehlt überall. Weitere Gefahren drohen: lebensgefährliche Schlangen lauern in den Fluten und hochexplosive Minen lösen sich aus dem Boden und treiben umher. Drei kleine Kinder wurden auf diese Weise bereits getötet.
Rönsch appelliert an die Bevölkerung: „Helfen Sie uns, den Menschen in Pakistan zu helfen. Bitte spenden Sie schnell und großzügig. Die politische Situation vor Ort darf nicht dazu führen, dass die notleidenden Menschen nur zögerlich Hilfe bekommen! Die Menschen müssen mit Nahrung, Trinkwasser und Medikamente so schnell wie möglich versorgt werden - und zwar nachhaltig. Die Vorräte gehen zur Neige und eine große Hungersnot droht. Viele haben noch keinerlei Hilfe erhalten. Sie sterben, weil die Hilfe nicht schnell und ausreichend ankommt“, sagt Rönsch. „Uns begegnen in den letzten Monaten viele schreckliche Ereignisse - beginnend mit dem Erdbeben in Haiti. Aber wir dürfen nicht müde werden, hinzusehen und etwas gegen die Not in unserer Welt zu tun. Die Menschen brauchen unsere Hilfe - unabhängig davon, welcher Nationalität oder Religion sie angehören. Bitte helfen Sie und spenden Sie, damit wir vor Ort weiter helfen können.“
Das Deutsche Rote Kreuz bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen in Pakistan:
Spendenkonto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Pakistan
Online-Spenden unter: www.DRK.de/spenden
Aktuelle Berichte über den Rotkreuz-Einsatz in Pakistan finden Sie auf diesen Seiten:
Internationales Komitee vom Roten Kreuz: www.icrc.org
Internationale Föderation vom Roten Kreuz: www.ifrc.org
Deutsches Rotes Kreuz: www.drk.de
Ansprechpartner
DRK-Pressestelle
Svenja Koch
Tel. 030 85404 155
kochs@drk.de




