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Gegen
8.45 Uhr trafen Marius und ich in Trautheim zur Pädagogischen Woche ein.
Dort wurden wir sehr seltsam begrüßt - wir sollten dabei helfen, den
Fluxkompensator zusammenzubauen, denn das Thema dieser Päd-Woche war „Zurück
in die Zukunft“, wir würden auf dem Weg in unser Quartier ein Bauteil
finden, und wir sollten uns damit dann in den Raum Wiesbaden begeben,
außerdem sollten wir einen kleinen Sketch zu einem der JRK-Leitsätze
einstudieren und am Abend vortragen. Gesagt, getan, wir gingen auf unser
Zimmer und fanden vor der Tür ein Bauteil. Wir stellten unsere Sachen im
Zimmer ab und brachten das Bauteil in den dafür vorgesehenen Raum. Als
nächstes stand die Pilotenprüfung an, im Raum Solferino wurden wir von den
Professoren Blass und Hennemann empfangen, um dort unsere Geschicklichkeit
unter Beweis zu stellen.
Nachdem alle Probanten eingetroffen waren, die Aufgaben lösten und ihre
Quartiere bezogen hatten, ging es auch schon los. Wir machten viele
verrückte und anstrengende Kennenlernspielchen, um zu erfahren, mit wem wir
es so alles auf dem Seminar zu tun haben, da nicht alle auf dem
Rechtsseminar im Januar dabei waren, sondern ein anderes besucht hatten. Um
19.00 Uhr ging dann unsere Reise in die Zukunft los, dort trafen wir als
erstes auf die um 30 Jahre gealterten Professoren Blass und Hennemann, die
uns darum baten, den Kindern und Jugendlichen von heute unsere Leitsätze in
Sketchen vorzutragen. Gegen 20.15 endete der erste Tag, und wir konnten die
anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer privat noch besser kennen lernen, als
wir es eh schon bei den Kennenlernspielchen getan hatten.
Während der restlichen Tage lernten wir viel über Entwicklungspsychologie,
Sexpäd Gruppendynamik, Öffentlichkeitsarbeit, Leitungsstile, Spielepäd und
noch einige andere Dinge. Auf den ersten Blick scheinen die Themen zum
Großteil sehr trocken zu sein, doch da wir eigentlich alles in Gruppen
erarbeiteten, wurde es nie langweilig, da wir zum einen nicht alles selbst
durchkauen mussten, und zum anderen konnten wir selbst kreativ werden und
unsere Ergebnisse meist in Plakaten und/oder Rollenspielen den anderen
Teilnehmern vorstellen. Da wir uns während der Woche immer besser kennen
lernten, nahmen die Hemmungen ab, und somit wurde das ganze Seminar immer
lockerer, lustiger und vertrauter.
Auch wenn das Seminar vom Zeitplan her sehr straff war, hatten wir auch
recht viel Freizeit in den Pausen oder am Abend, diese Zeit wurde ausgiebig
genutzt, um Spaß zu haben, Sport zu treiben, sich auszuruhen oder gesellig
beieinander zu sitzen und über Erfahrungen oder auch Privates zu quatschen.
Am Montagabend bekamen wir Besuch von Giuseppe Morittu, vielen besser
bekannt als Pino, der uns zu den verschiedensten Themen Rede und Antwort
stand, außerdem präsentierte er uns die Ergebnisse der Kampagne „Armut –
Schau nicht weg!“ und stellte uns die neue Kampagne vor, die demnächst nicht
nur bundesweit sondern international gestartet wird.
Nach den Prüfungen, oder viel mehr Lernkontrollen, gestalteten wir unseren
Abschlussabend. Passend zum Thema der Woche fanden wir eine Reise zurück in
der Zeit - nämlich in die 80er und 90er, dementsprechend wurde der Raum wie
ein Partykeller aus dieser Epoche dekoriert, und die Musik an dem Abend kam
auch hauptsächlich aus der Zeit. Außerdem wurden lustige Spiele
veranstaltet, bei denen
die Teamer ordentlich auf die Schippe genommen wurden, aber auch viel Spaß
hatten. Passend zu Ostern wurde eine Eier-Rallye veranstaltet, bei der zwei
Teilnehmer-Gruppen gegen die Teamer antraten. Die Teilnehmer hatten hierbei
aber keinerlei Vorteile, da für die Rallye ein extra Organisationsteam
zusammengestellt wurde. Hohen Besuch hatten wir auch an diesem Abend - wir
durften unsere Landesleiterin Katja Herrmann begrüßen, die auch an der
Eier-Rallye teilnahm.
Für mich war dies eine sehr interessante, lehrreiche, spannende und spaßige
Woche, dies lag an den super Teamern und der tollen Gruppe.
Markus König (Mägges)
JRK Hattersheim
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