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Zivildienst im Deutschen Roten Kreuz
Das Deutsche Rote Kreuz und seine Kooperationspartner bieten
anerkannten Kriegsdienstverweigerern viele interessante Möglichkeiten,
den Zivildienst sinnvoll abzuleisten. Die Möglichkeiten/Tätigkeitsbereiche für Zivildienstleistende sind:
- im Behindertenfahrdienst
- bei Essen auf Rädern
- im Bereich HausNotruf
- in Behinderteneinrichtungen
- in ambulanten Diensten
- in Einrichtungen der stationären Altenhilfe
- im Rettungsdienst
- im Krankenhaus
- in Blutspendediensten
- in der Schwerstbehindertenbetreuung
In einigen Einrichtungen besteht auch die Möglichkeit einer Tätigkeit:
- im handwerklichen Bereich
- im gärtnerischen Bereich
- im Versorgungsbereich (wie Küche, Wäscherei o.ä.)
- oder in der Verwaltung.
Die Verwaltungsstelle Zivildienst beim DRK-Landesverband Hessen berät und informiert in allen Fragen des Zivildienstes.
Bei Interesse an einer Tätigkeit in einer unserer angeschlossenen Einrichtungen vermitteln wir gerne Adressen, bei denen Sie sich um einen Zivildienstplatz bewerben können.
Wenn Sie an einer Adressliste interessiert sind, so teilen Sie uns bitte mit, wann Sie den Zivildienst beginnen möchten, wo in Hessen, und welche Tätigkeit Sie interessieren würde. Wichtig wäre auch zu wissen, ob Sie im Besitz des Führerscheines sind.
Ihr Ansprechpartner im DRK-Landesverband Hessen
Klaus Golisch
Tel.: 0611 / 7909 - 355
Email: klaus.golisch@drk-hessen.de
Kurzbeschreibungen der Tätigkeitsfelder
Behindertenfahrdienst
Im Behindertenfahrdienst werden behinderte Kinder, Jugendliche
oder Erwachsene von Ihren Wohnungen abgeholt und zu Schulen,
Ausbildungsstätten oder Arbeitsstätten gefahren. Fahrten zu Arztbesuchen,
Ämtern und zu Veranstaltungen gehören mit dazu. Für diese Fahrten
stehen Spezialfahrzeuge mit Hebe- oder Rollbühnen für Rollstuhlfahrer
zur Verfügung.
Zusätzlich zu der reinen Fahrtätigkeit ist der Zivildienstleistende (ZDL)
auch verantwortlich für die sachgerechte Unterbringung und Sicherung der
beförderten Personen und betreut sie während der Fahrten.
PKW-Führerschein ist natürlich notwendig, Fahrpraxis ist von Vorteil.
Ein 2-wöchiger fachlicher Einführungslehrgang zu Beginn des Zivildienstes
ist neben der Einweisung in der Dienststelle, für uns selbstverständlich.
Essen auf Rädern
Bei Essen auf Rädern werden die Mittagsmahlzeiten alten, kranken oder
behinderten Menschen ins Haus gebracht. Es werden entweder täglich
warme Mahlzeiten oder wöchentlich tiefgefrorene Menüs ausgeliefert.
Die Tätigkeit beschränkt sich aber nicht nur auf das Ausliefern, der ZDL
ist hier auch Ansprechpartner und berät zudem bei der Essensauswahl.
PKW-Führerschein ist natürlich notwendig.
HausNotruf
Der HausNotruf ermöglicht es älteren oder behinderten Menschen
bei einem Notfall im häuslichen Umfeld, schnell Hilfe zu holen.
ZDL sind hier im Bereich der Installation der Geräte vor Ort eingesetzt
oder bei einem Notruf die Helfer vor Ort.
Behinderteneinrichtungen – Wohnen und Leben
In Wohnheimen betreut und pflegt der ZDL behinderte Menschen.
Dafür wird er in einer ausführlichen Einweisung in der Dienststelle und
einem 2-wöchigen fachlichen Einführungslehrgang von uns vorbereitet.
In Zusammenarbeit und unter Anleitung hauptamtlicher Mitarbeiter/innen
kann ein Einsatz in verschiedenen Bereichen erfolgen.
Bereich Haushalt
- Erstellung eines Wochenplans für eine Wohngemeinschaft
- Kontrolle/Unterstützung bei den Haushaltsarbeiten wie z.B. Mahlzeiten mit Bewohnern vorbereiten, Reinigungs- und Aufräumarbeiten mit den Bewohnern durchführen
Bereich Gesundheit
- Begleitung zu Arztterminen
- Erörterung von Ernährungsfragen mit den Bewohnern
Bereich Körperpflege
- Kontrolle/Anleitung der regelmäßigen Körperpflege, Waschen, Duschen
- Baden, zu Bett bringen, Hilfestellung beim Essen geben usw.
Bereich Administration
- Unterstützung und Begleitung bei Behördengängen
- Absprachen über die Einteilung des Taschengeldes
- Kleiderkauf / Quittungen an das Sozialamt schicken
- Hilfe beim Ausfüllen von Formularen usw.
Bereich Freizeit
- Begleitung zu Ferienfreizeiten
- Planung und Organisation von Freizeitaktivitäten
Behinderteneinrichtungen - Werkstätten für Behinderte (WFB)
In Werkstätten für Behinderte sind die ZDL im Zusammenarbeit und unter
Anleitung hauptamtlicher Mitarbeiter/innen in den Bereichen Arbeitstraining,
Psychomotorik und Sport, Montage und Verpackungsgruppen, Metallwerk-
stätten, Landschaftspflege, Elektronikschrottrecycling, Holzverarbeitung und Hauswirtschaft aktiv.
Dies natürlich nach einer entsprechenden Einweisung in der Dienststelle und
einem 2-wöchigen fachlichen Einführungslehrgang zu Beginn der Dienstzeit.
Zu den Tätigkeiten gehören:
- Die individuelle Begleitung einzelner Beschäftigter außerhalb des Gruppenraumes
- die Unterstützung der Gruppe bei Fertigungsaufgaben in der Produktion
- die Aufsicht bei Pausen und Abwesenheit des hauptamtlichen Mitarbeiters
- Mitarbeit bei der Essensausgabe
- leichte pflegerische Aufgaben oder Begleitung beim Toilettengang
- individuelles Arbeitstraining
- Mithilfe bei Aktionstagen und anderen Veranstaltungen in den Werkstätten
Ambulante Dienste
Ältere oder behinderte Menschen, die sich nur schwer oder gar nicht selbst
versorgen können, sind auf Hilfe angewiesen. Ambulante Dienste ermöglichen
Betroffenen, auch weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung (Wohnung) leben
zu können. Die Arbeit der ZDL in diesem Bereich verlangt ein hohes Maß an
Selbständigkeit, Zuverlässigkeit und verantwortungsbewusstem Handeln.
Durch eine Einweisung und die Anleitung in der Dienststelle sowie einen
2-wöchigen fachlichen Einführungslehrgang zu Beginn der Dienstzeit durch uns,
werden die ZDL auf Ihre Tätigkeit vorbereitet.
Zu den Tätigkeiten gehören:
- Besuchsdienste (Gespräche, Vorlesen, Spiele usw.)
- Begleitung zu Ärzten, Behörden, Ausflügen usw.
- Zubereitung von Mahlzeiten
- Einkaufen gehen
- Reinigungsarbeiten in der Wohnung
- Gartenarbeiten
- Hilfe bei der Körperpflege (Waschen, Baden, Rasieren)
- Hilfe beim Aufstehen und Zubettgehen
- Hilfe beim An- und Auskleiden
- Hilfe beim Gehen und bei Körperübungen
Der Besitz des Führerscheins ist hier in der Regel notwendig.
Rettungsdienst
ZDL die im Rettungsdienst mitarbeiten möchten, erhalten zu Beginn ihrer
Dienstzeit eine mindestens 4-wöchige theoretische und eine 2-wöchige
praktische Ausbildung (im Krankenhaus) zum Rettungshelfer. Nach der Ausbildung
und einer ausführlichen Einweisung in der Rettungswache arbeiten die ZDL
zusammen mit Rettungssanitätern, Rettungsassistenten und Notärzten in der Notfallrettung und im qualifizierten Krankentransport.
Voraussetzung für diese Tätigkeit ist der Besitz des Führerscheins und gesund-
heitliche Eignung.
Da der Rettungsdienst für die Bevölkerung „rund um die Uhr“ bereitstehen muss, ist der Einsatz auch im Schichtdienst, nachts und an Wochenenden erforderlich. Während oder nach Ende des Zivildienstes kann eine weiterführende Ausbildung zum Rettungssanitäter bzw. nach Ende des Zivildienstes zum Rettungsassistenten absolviert werden.
Krankenhaus
Hilfe, Pflege und Betreuung sind die Aufgaben eines ZDL in einem Krankenhaus.
Auch hier erhält der ZDL zu Beginn eine entsprechende Einweisung durch die
Dienststelle und einen 2-wöchigen fachlichen Einführungslehrgang durch uns.
Zu den Tätigkeiten gehören
- Mithilfe bei der Patientenaufnahme und Entlassung
- Patientenverlegung in den Operationssaal, Begleitung der Patienten zu Untersuchungen
- Betten, Lagern und allgemeine Körperpflege
- Richten und Verteilen von Mahlzeiten
- Hilfe bei der Nahrungsaufnahme
- Temperatur-, Puls- und Blutdruckmessung
- Einfache Pflegetätigkeiten
- Mithilfe bei der Behandlungspflege, Krankenbeobachtung und Information,
- Anwendung von Hygienemaßnahmen
Kurierdienste bei Untersuchungsmaterialien
Blutspendedienst
Hunderttausende Menschen spenden Jahr für Jahr Blut. Damit leisten sie
einen wichtigen Beitrag für unser Gesundheitswesen. In modernen Labors
wird das Blut aufbereitet und in seine Bestandteile zerlegt.
Auch im Bereich der Blutspendedienste können ZDL arbeiten. Ihre Tätigkeit
dort reicht von computerorientierter Datenverarbeitung bis hin zur Mitarbeit
im Blutentnahmeteam. Der Transport von Blutkonserven zu Kliniken kann auch eine Tätigkeit sein.
Zuverlässigkeit und gewissenhaftes Arbeiten sind auch hier Voraussetzungen.
Zu Beginn der Dienstzeit erhalten die ZDL eine entsprechende Einweisung durch
die Dienststelle und einen 2-wöchigen fachlichen Einführungslehrgang durch uns.
In der Schwerstbehindertenbetreuung
Eine besonders soziale Aufgabe für den ZDL im Bereich der Pflege ist die
individuelle Schwerstbehindertenbetreuung Erwachsener oder bei Kindern.
Die Betreuung behinderter Mitmenschen in ihrem häuslichen Bereich soll vor allem eine Unterstützung bei der Haushaltsführung, eine kommunikative und pflegerische Hilfe sein, um dem Behinderten das Leben in seiner gewohnten Umgebung zu ermöglichen.
Auch eine Betreuung schwerstbehinderter Kinder in Kindertagesstätten oder
in Schulen kann eine Aufgabe für ZDL sein.
Für diese Tätigkeit erhält der ZDL zu Beginn des Zivildienstes eine spezielle Einweisung durch die Dienststelle und einen zweiwöchigen fachlichen
Einführungslehrgang.






