Bei Ereignissen mit Personenschäden wird die Rettungsdienstleitstelle je nach dem Ausmaß der Schadenslage, alle zur Verfügung stehenden eigenen Rettungsmittel alarmieren und einsetzen. Foto: A. Zelck / DRK e.V.
KatastrophenschutzKatastrophenschutz

Sie befinden sich hier:

  1. Leistungen
  2. Angebote in Hessen
  3. Angebote A–Z
  4. Katastrophenschutz

Katastrophenschutz

Herr

Thomas Hanschke

Bereichsleiter KatS und Suchdienst

Tel: 0611-7909-143
thomas.hanschke(at)drk-hessen.de

DRK-Landesverband Hessen e. V.
Abraham-Lincoln-Straße 7
65189 Wiesbaden

Grundlagen des Katastrophenschutzes im Deutschen Roten Kreuz in Hessen

Der Katastrophenschutz des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK) in Hessen ist eine öffentliche Aufgabe der Vorbeugung und der Gefahrenabwehr. Der Katastrophenschutz des Bundes wird größtenteils durch ehrenamtliche Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen getragen: neben dem Deutschen Roten Kreuz engagieren sich auch die Hilfsorganisationen ASB, DLRG, JUH, die Feuerwehren sowie das Technische Hilfswerk im Katastrophenschutz. Die Einheiten des Katastrophenschutzes sind im Bedarfsfall bundesweit und in EU-grenznahen Gebieten auch international einsetzbar.

Das Deutsche Rote Kreuz und der Katastrophenschutz

Der Katastrophenschutz des Deutschen Roten Kreuzes ist ein leistungsfähiges System, das durch das Engagement der Ehrenamtlichen in den Fachdiensten getragen wird. Sie möchten sich in einem der Fachdienste des Katastrophenschutzes engagieren? Ihr Kreisverband vor Ort freut sich über Ihre Kontaktaufnahme!

Ehrenamt bei Ihrem Kreisverband vor Ort

  • Fachdienste des DRK im Katastrophenschutz

    Organisation des Katastrophenschutzes im DRK

    CBRN-E-Dienst

    Der CBRN-E-Dienst stellt die durch atomare, biologische und chemische Mittel drohenden Gefahren fest und dekontaminiert Menschen und Sachen. Das Deutsche Rote Kreuz wirkt im Bereich der CBRN-E-Abwehr bei der Versorgung und Betreuung verletzter und betroffener Personen im Rahmen von Dekontaminationsmaßnahmen mit. 

    Betreuungsdienst

    Der Betreuungsdienst sorgt dafür, dass die von einem Großschadensereignis- oder einer Gefahrenlage betroffenen Menschen betreut werden. Das umfasst die vorübergehende Unterbringung, die Verpflegung sowie die psychische und soziale Betreuung der Betroffenen, beispielsweise während eines Sturms, einer Flut oder nach einer Massenkarambolage auf der Autobahn. Als besondere Gruppe des Betreuungsdienstes ist der Kriseninterventionsdienst (KID) zu betrachten. Dieser leistet psychosoziale und psychologische Hilfe für Betroffene und Hilfesuchende. 

    Der Betreuungsdienst unterstützt den Sanitätsdienst bei seinen Aufgaben und betreibt mit ihm zusammen Behandlungsplätze zur Versorgung und Betreuung von Verletzten und Betroffenen aus größeren Schadenslagen.

    Information und Kommunikation (IuK)

    Der Fachdienst IuK stellt Fernmeldeverbindungen zwischen der Führung und den Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes her, betreibt und unterhält sie. Er stellt die Kommunikation zwischen Einheiten und übergeordneten Führungsstellen sicher. Er unterstützt Leitungs- und Führungsstäbe mit  Informations- und Kommunikationstechnik.

    Sanitätsdienst

    Der Sanitätsdienst leistet der betroffenen Bevölkerung im Schadensgebiet Hilfe, führt ärztliche Sofortmaßnahmen zur Abwendung lebensbedrohlicher Zustände und zur Herstellung der Transportfähigkeit durch. Er rettet, sichtet, registriert und versorgt Patienten. Der Sanitätsdienst transportiert Patienten und unterstützt den CBRN-E- und Betreuungsdienst. Bei größeren Schadenslagen betreibt der Sanitätsdienst zusammen mit dem Betreuungsdienst die Behandlungsplätze 25 (BHP 25) oder 50 (BHP 50) mit einer Versorgungskapazität von 25 bzw. 50 Verletzten pro Stunde.

    Technik und Sicherheit

    Der Fachdienst Technik und Sicherheit wird bei Einheiten des DRK im allgemeinen dem Betreuungsdienst zugeordnet, da seine Hauptaufgabe die technische Unterstützung bei Betreuungseinsätzen ist. Er stellt die Versorgung mit Elektrizität, Licht, Wasser und Betriebsstoffen sicher. Der Fachdienst Technik und Sicherheit betreibt technische Einrichtungen und setzt diese im Bedarfsfall instand.

  • Katastrophenschutz des DRK auf Landesebene

    Katastrophenschutz-Strategie des Landes Hessen

    Die Organisation und die Durchführung des hessischen Katastrophenschutzes regelt das Hessische Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (HBKG in der Fassung vom 17. Dezember 1998, veröffentlicht im GVB1 Teil I, Seite 530).

    Das Deutsche Rote Kreuz in Hessen ist ein leistungsfähiger Partner im Katastrophenschutz des Landes auf Basis ehrenamtlichen Engagements.

    Aufgaben des DRK im Katastrophenschutz in Hessen

    Das DRK stellt Personal für die Betreuungs- und Sanitätszüge im Katastrophenschutz des Landes Hessen. Alle DRK-Kreisverbände in Hessen sind in den Katastrophenschutz des Landes Hessen eingebunden. Somit ist eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung durch das DRK sowie andere, im Katastrophenschutz mitwirkende Hilfsorganisationen (Feuerwehren, THW) im „Ernstfall“ gewährleistet.

    Betreuungszüge

    Die taktische Einheit des Aufgabenbereiches Betreuungswesen im Katastrophenschutz ist der Betreuungszug. Er übernimmt die Hilfeleistung für Betroffene durch soziale Betreuung, Verpflegung, Versorgung mit Gegenständen des täglichen Bedarfs sowie vorübergehender Unterbringung und unterstützt im Bedarfsfall die Sanitätseinheiten.

    Betreuungsstelle

    Die Betreuungsstelle (BtSt) ist eine ortsfeste Einrichtung des Betreuungsdienstes für den Katastrophenschutz. Sie unterstützt hilfsbedürftige Personen mit Versorgungsgütern, betreut diesen Personenkreis und wirkt bei der vorübergebender Unterbringung mit.

    Kreisauskunftsbüro

    Bei Schadensereignissen in Deutschland stehen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der DRK-Kreisauskunftsbüros als Ansprechpartner für die Bevölkerung zur Verfügung, um den Kontakt zu vermissten Personen wieder herzustellen. Die Auskunftsfähigkeit des DRK-Kreisauskunftsbüros wird durch eine eigene Suchdienst-Software unterstützt.

    Sanitätszüge

    Die taktische Einheit des Aufgabenbereiches Sanitätswesen im Katastrophenschutz ist der Sanitätszug (SZ). Er leistet der betroffenen Bevölkerung im Schadengebiet Hilfe, führt ärztliche Sofortmaßnahmen zur Abwendung lebensbedrohlicher Zustände und zur Herstellung der Transportfähigkeit durch. Er transportiert Patienten. Er wirkt im Bedarfsfall bei der Betreuung und bei Evakuierungen mit.

  • Katastrophenschutz auf Bundesebene

    Katastrophenschutz-Strategie des Bundes

    Der Bund ist zu Leistungen für den ergänzenden Katastrophenschutz, insbesondere zur Fahrzeugausstattung, gesetzlich verpflichtet.

    Im Rahmen der „Neuen Strategie zum Schutz der Bevölkerung“ sind vier verschiedene Versorgungsstufen eingeführt worden. Neben den vier Versorgungsstufen sind erstmals die jeweils zugeordneten Schutzziele und die Schutzpotenziale aufgeführt.

    Die Versorgungsstufen 1 bis 3 werden durch den Rettungsdienst der Länder und die Katastrophenschutzeinheiten der Länder abgedeckt. Der Versorgungsstufe 4 werden die Medizinischen Task Forces zugeordnet.


    SchutzzielSchutzpotenzial
    Versorgungsstufe 1:
    normierter alltäglicher Schutz
    Hilfeleistung für individuelle Notfälle im Rahmen des RettungsdienstesRettungsdienst gemäß Rettungsdienstgesetze der Länder
    Versorgungsstufe 2:
    standardisierter, flächendeckender Grundschutz
    Hilfeleistung für Schadenereignisse mit einer definierten Zahl Verletzter bzw. Erkrankter in einem Zuständigkeitsbereich (Kreis, kreisfreie Stadt)Rettungsdienst, Schnell-Einsatz-Gruppen, Teileinheiten des Sanitäts- und Betreuungsdienstes des KatS,
    Versorgungsstufe 3:
    erhöhter Schutz für gefährdete Regionen und Einrichtungen
    Hilfeleistung für Schadenereignisse, die nicht mit dem Potenzial des Grundschutzes abzudecken sind.Rettungsdienst, Schnell-Einsatz-Gruppen, Einheiten des Sanitäts- und Betreuungsdienstes des KatS,
    Versorgungsstufe 4:
    Sonderschutz mit Hilfe von Spezialkräften
    Hilfeleistung für Schadenereignisse, die von Art und Umfang her nicht ausschließlich auf der Stufe 3 bewältigt werden können.Rettungsdienst, Schnell-Einsatz-Gruppen, Einheiten des Sanitäts- und Betreuungsdienstes des KatS,

Katastrophenschutz im DRK-Landesverband Hessen e. V.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wirkt in Hessen im Katastrophenschutz des Landes mit. Neben allgemeinen organisatorischen Aufgaben für die angeschlossenen DRK-Kreis- und Ortsverbände in Hessen obliegt dem DRK-Landesverband Hessen e. V. die Ausbildung der Leitungs- und Führungskräfte sowie Lehrkräfte im Katastrophenschutz.

Als Präventivmaßnahme unterhält der DRK-Landesverband Hessen e. V. zudem in Fritzlar ein überregionales Katastrophenschutzlager mit eigenem Fuhrpark – die DRK-Landesverstärkung Hessen.

Herr

Thomas Hanschke

Bereichsleiter KatS und Suchdienst

Tel: 0611-7909-143
thomas.hanschke(at)drk-hessen.de