Europaweiter Tag des Notrufs am 11. Februar
„112 – Hilfe, die ankommt. Auch an Fasching ist das DRK für Hessen da.“
Wiesbaden. Die närrischen Tage stehen bevor – und damit eine Zeit, in der in vielen hessischen Städten und Gemeinden ausgelassen gefeiert wird. Die Rettungsdienste des Deutschen Roten Kreuzes sind darauf vorbereitet und rund um die Uhr einsatzbereit.
Zum Tag des Notrufes am 11.2. gibt das Deutsche Rote Kreuz Tipps zum sicheren Feiern:
• Alkohol bewusst und nicht übermäßig konsumieren
• Regelmäßig Wasser trinken
• Betrunkene Personen niemals allein lassen
• Reaktionsfähigkeit prüfen: ansprechen, leicht an der Schulter rütteln
• Bei Bewusstlosigkeit: sofort 112 wählen, Atmung prüfen, Person in die stabile Seitenlage bringen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überwachen.
Bei fehlender oder nicht normaler Atmung wieder auf den Rücken legen und unverzüglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen, bis Hilfe eintrifft.
Ruhig bleiben - Fragen beantworten
In den Rettungsleitstellen arbeitet professionelles Fachpersonal, das Anrufenden gezielte Fragen stellt und so schnell Hilfe auf den Weg schicken kann. Dabei ist vor allem eines wichtig: ruhig bleiben und die Fragen der Leitstelle konsequent beantworten – auch wenn die Situation emotional belastend ist.
Während früher in den Rotkreuzkursen häufig die berühmten W-Fragen als Merkhilfe vermittelt wurden, liegt das Hauptaugenmerk heute darauf, sich von der Leitstelle Schritt für Schritt führen zu lassen und ihre Fragen stoisch, klar und vollständig zu beantworten. Denn die Abfolge ist nicht zufällig: "Zunächst wird meist der genaue Notfallort geklärt, damit Hilfe sofort auf den Weg geschickt werden kann, anschließend folgen Fragen zum Sachverhalt und zum Zustand der betroffenen Person" sagt Sarah Völker, Referentin für Erste Hilfe vom DRK Hessen.
DRK-Landespräsident Norbert Södler betont: „Unsere Rettungsdienste leisten auch in der Hochphase des Faschings ihren unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in Hessen. Wer die Notrufnummer 112 kennt und richtig handelt, kann im Ernstfall entscheidend zur Lebensrettung beitragen.“
EU-weit gültig
Die Notrufnummer 112 gilt in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten rund um die Uhr und ist für den Anrufenden kostenlos - sowohl von Festnetzanschlüssen als auch von Mobiltelefonen. In Deutschland kann auch dann ein Notruf getätigt werden, wenn das eigene Mobilfunknetz nicht verfügbar ist. In diesem Fall wird der Notruf automatisch über ein fremdes verfügbares Mobilfunknetz abgesetzt.
Auch in einigen Ländern außerhalb der EU, z.B. in der Schweiz und in Südafrika, ist ebenfalls die 112 als Notrufnummer erreichbar.
Über 80 DRK-Einsätze pro Stunde in Hessen
Der DRK-Rettungsdienst in Hessen stemmte im Jahr 2024 mehr als 80 Einsätze und Krankentransporte pro Stunde, genauer: mehr als einmal in jeder Minute des Jahres 2024 beförderte das DRK in Hessen eine zu versorgende Person als Notfall im Krankentransport.
Bei den 709.133 Einsätzen und Krankentransporten wurden 23.402.926 Kilometer in Hessen zurückgelegt.
In Hessen gibt es inklusive der NEF(Notarzteinsatzfahrzeuge)-Standorte insgesamt 217 Rettungswachen. Von dort starten täglich 601 Einsatzfahrzeuge (inkl. Reservefahrzeuge). Die Gesamtzahl der Mitarbeitenden beträgt 3.918 Personen (In Vollzeitstellen).
Das Rote Kreuz in Hessen
Das hessische Rote Kreuz gliedert sich in 35 Kreisverbände und 403 Ortsvereine. Die fünf Gemeinschaften Bereitschaften, Wasserwacht, Bergwacht, Wohlfahrts- und Sozialarbeit sowie das Jugendrotkreuz sind die Elemente des Deutschen Roten Kreuzes in Hessen. Wir haben 322 DRK-Bereitschaften, 164.821 Fördermitglieder, 17.988 aktive Helferinnen und Helfer, darunter 5.031 Jugendrotkreuzmitglieder in 260 JRK-Gruppen. Zudem arbeiten 9.841 engagierte Menschen hauptamtlich im DRK Hessen.
Foto: A.Zelck/DRK Service GmbH