LÜKEX 26: DRK trainiert für Hitze- und Dürrekrisen: Hessen ist einer der 13 teilnehmenden Landesverbände
Wie gut funktioniert das Krisenmanagement bei extremer Hitze und langanhaltender Dürre? Das erprobt das Deutsche Rote Kreuz vom 4. und 5. November bei der bundesweiten Übung LÜKEX 26.
Beteiligt sind das DRK-Generalsekretariat, 13 DRK-Landesverbände, darunter der DRK-Landesverband Hessen mit seinen Einheiten und weitere Akteure. Geübt werden das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten und die koordinierte Zusammenarbeit mit Behörden und Gliederungen.
Der Großteil der Übung verläuft digital in Lagebesprechungen und arbeitet immer wieder neu eingespielte Aufgaben und Szenarien ab.
„Wer für Krisen gewappnet sein will, muss den Ernstfall üben. Er kann viele Menschen betreffen und Strukturen des Katastrophenschutzes stark fordern. Umso wichtiger ist, solche Szenarien zu üben, um vorbereitet zu sein“, sind sich die Experten einig.
Extreme Hitze und anhaltende Dürrelage
Mehrere Jahre der Dürre und anhaltende Temperaturen bei über 40 Grad Celsius. Parallel steigt das Risiko von Vegetations- und Waldbränden sowie von Ausfällen kritischer Infrastrukturen..
Der DRK-Landesverband Hessen e.V. hat dafür seine Einsatz- und Führungsstrukturen aktiviert und ist mit sieben teilnehmenden hessischen Kreisverbänden, dem überregionalen Material- und Kfz-Depot der DRK-Landesverstärkung in Fritzlar, seinen Einheiten und 35 ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften Teil des Übungsszenarios:
Der Großteil der Übung verläuft virtuell mit immer wieder neu eingespielten Aufgaben und Szenarien.
Das passierte an Tag 1 (4.11.2026):
Am ersten Tag erreichten das DRK Hessen mehrere Unterstützungsanfragen, darunter ein Logistikstützpunkt für mehrere tausend Einsatzkräfte, die Unterstützung bei einem Waldbrand sowie Evakuierungstransporte, Trinkwasserversorgung und Unterbringung.
Zur Bewältigung möglicher weiterer Entwicklungen wurde die DRK-Landesverstärkung Hessen in Voralarm versetzt. Die verfügbaren Module können unter anderem Kapazitäten für die Unterbringung und Verpflegung von bis zu 5.000 Betroffenen bereitstellen. Darüber hinaus stehen leistungsfähige Systeme zur Trinkwasseraufbereitung mit einer Gesamtleistung von bis zu 18.000 Litern pro Stunde sowie Transportkapazitäten von rund 50.000 Litern Trinkwasser zur Verfügung.
Auch die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte in den hessischen Kreisverbänden haben ihre Einsatzbereitschaft gemeldet und unterstützen die fortlaufende Lagebewertung. Mehrere Kreisverbände haben bereits personelle und materielle Ressourcen für mögliche Einsätze bereitgestellt.
„Die Entwicklung zeigt bereits am ersten Tag, wie wichtig eine frühzeitige Vorbereitung und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten im Bevölkerungsschutz ist. Unsere Einsatzkräfte stehen bereit, um Betroffene zu unterstützen und die zuständigen Behörden bei der Bewältigung möglicher Schadenslagen zu entlasten“, erklärt die Einsatzleitung des DRK Hessen.
Was ist LÜKEX?
LÜKEX ist die Abkürzung für „Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung (EXercise)“ und die Bezeichnung für regelmäßig stattfindende Übungen in Deutschland.
Sie wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert und findet alle paar Jahre statt. Die strategische Übung stärkt das übergreifende Krisenmanagement und die Zusammenarbeit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die Krisenmanagementstrukturen langfristig weiterzuentwickeln.