_3-1-M350-H30T-FLUG.jpg © 2024 Dipl.-Inform. Med. Wolfgang K. Weber

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Drohnen

Drohnen

Inhaltliche Fragen zu den Lehrgängen richten Sie bitte an:

Siska Krause

Referentin Leitungs- und Führungskräftequalifikation, Information und Kommunikation, DRK-Server

Tel.: 0611-7909-144
hagen.schmidt@drk-hessen.de

Organisatorische Fragen zu den Lehrgängen richten Sie bitte an:

Kerstin Wittmann & Eve Willauer

Sachbearbeitung Katastrophenschutz

Tel.: 0611-7909-164
kerstin.wittmann@drk-hessen.de
Tel.: 0611-7909-159
eve.willauer@drk-hessen.de

Unbemannte Flugsysteme (UAS) sind in den Bereichen der zivilen Wirtschaft, des Militärs und im Bereich der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) unverzichtbar geworden.

Die umgangssprachlich als Drohnen bezeichneten ferngesteuerten Flugsysteme werden für den Einsatz im Katastrophenschutz mit Spezialkameras und weiterer Nutzlast ausgerüstet und bieten neue, ungeahnte Möglichkeiten der Unterstützung der Unterstützung der DRK-Einsatzkräfte:

  • Hochempfindliche Wärmebildkameras unterstützen die Suche nach vermissten Personen in unwegsamen Gelände. Moderne Systeme bieten darüberhinaus die Möglickeit, im nahen Infrarotbereich (NIR) bei fast völliger Dunkelheit zu "sehen"
  • Zoomkameras erlauben den Einsatz der Drohne als Lufterkundungsmittel für Führungsstäbe, Unterstützung von Einsatzleitungen, zum Beispiel bei einem Massenanfall von Verletzten, Gefahrgut-, Wasser- oder betreuungsdienstlichen Lagen. Die von Drohnen erzeugten Luftbilder können live in Lagezentren oder in ELW übertragen werden (Beispiel siehe: https://stream.drk-xana.de/demo)
  • An der Drohnen montierte Scheinwerfer beleuchten komplexe Schadenstellen aus der Luft zur Unterstützung der Einsatzkräfte am Boden bei Rettung oder Bergung
  • Fliegende Lautsprecher informieren Personen bei Gefahren oder helfen bei der Lenkung von Personengrupen (Evakuierung)
  • Neuartige Senoren erlauben den Einsatz von Drohnen als CBRN-Erkundungsmittel

Daten der jeweiligen Nutzlast werden kilometerweit zum Einsatzteam am Boden geleitet und können von dort weiter versandt werden - mit einer Drohnen ist das Thema Sicherheitsabstand und Eigenschutz der Kräfte ganz anders lösbar. 

Drohnen im DRK

Das DRK in Deutschland beobachtet die Möglichkeit der neuen Technologien von Beginn an sehr aufmerksam. Seit 2017 wird in den DRK-Gemeinschaften Bereitschaften, Bergwacht und Wasserwacht die Möglichkeit des Einsatzes für den eigenen Fachdienst evaluiert.

Im gesamten Bundesgebiet führt dies zu Gründungen von DRK-Drohnenstaffeln. Dieser Trend wird auch bei unseren Partnern im Zivil- und Katastrophenschutz beobachtet. 

Einsatz von DRK-Drohnen (DV Drohne)

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat auf Initiative des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat (BMI) gemeinsam mit Fachleuten aus dem Bevölkerungsschutz und der Luftfahrt die "Empfehlung für Gemeinsame Regelungen zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz" entwickelt. Seit Juni 2024 liegt die Neuauflage EGRED2 für einen sicheren Betrieb von Drohnen durch BOS im Bevölkerungschutz vor.

Im März 2024 wurde vom Präsidialrat die vom DRK-Präsidium verabschiedete DV Drohne beschlossen. Sie basiert vollständig auf der Empfehlung des BBK, an der natürlich Experten des DRK mitgearbeitet haben. 

Auf Ebene des DRK-GS existiert seit 2024 die Bundes-AG, die sich mit der Vereinheitlichung des Einsatzes von Drohnen im DRK befasst. Alle Bundesländer und alle Gemeinschaften des DRK sind in dieser AG vertreten. Damit wird der professionelle Anspruch an das neue Einsatzmittel im DRK sehr deutlich.

Die Besonderheiten der Einsätze von Drohnen im Rettungs- und Katastropheneinsatz im Bereich der Zusammenarbeit mit übergeordneten Stäben, Einsatz mehrerer Drohen an einer Einsatzstelle oder die Organisation mehrerer Einsatzabschnitte werden in unserer Fachdienstausbildung besonders berücksichtigt. Die im BOS-Einsatz immer vorhandenen anderen Luftfahrzeuge, zum Beispiel Rettungs- und Polizeihubschrauber, werden genauso thematisiert wie bei der praktischen Ausbildung der Flug bei Nacht, auch hier den Einsatzrealitäten entsprechend.

Wir bilden die Einsatzkräfte in unseren Drohnenstaffeln nach diesen Richtlinien aus.

Die DRK-Drohnenstaffeln in Hessen

Die DRK-Staffeln verfügen über allwettertaugliche Industriedrohnen, die rund um die Uhr alamierbar sind und bei folgenden Einsatzszenarien Hilfe aus der Luft leisten.

Ein Einsatzteam der Drohnenstaffeln besteht in der Regel aus vier Personen: dem Teamleiter, dem Luftbeobachter/Techniker, einem Payload-Operator (Kamera, Scheinwerfer, Lautsprecher, Chemiesensor) und dem Fernpiloten.

Eine Staffel besteht normalerweise aus mehreren Einsatzteams. Die ehrenamtlich besetzte Staffel ist 30 Minuten nach ihrer Alarmierung abmarschbereit zum Einsatzort.

Dein Weg in eine DRK-Drohnenstaffel

Das Einsatzmittel Drohne ist seit 2024 als eigenständiger Fachdienst im DRK organisiert. Als bereits aktives Mitglied in einer DRK-Gemeinschaft berät dich deine Kreis- oder Bereitschaftsleitung über die Möglichkeit deiner Mitarbeit in einer DRK-Drohenstaffel.

Als zukünftiges Rotkreuz-Mitglied findest du hier die Adressen und Ansprechpartner für den Katastrophenschutz und die Drohnenstaffeln in einem Kreisverband in der Nähe deines Wohnortes. Diese werden dich gerne beraten und deinen Einstieg begleiten. 

Abschlussbild DRK-Fernpilotenausbildung
Abschlussbild DRK-Fernpilotenausbildung