Senioren, Rettungshunde, Motive Foto: A. Zelck / DRKS
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Rettungshundestaffeln in Hessen

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt als größter privater Träger in Hessen fast 80 Prozent aller Rettungshunde für den Katastrophenschutz des Landes Hessen. Unsere Rettungshundestaffeln umfassen rund 300 geprüfte bzw. in Ausbildung befindliche Hunde. Sie werden in den jeweiligen Katastrophenschutzplänen der hessischen Landkreise geführt und stellen gemäß Hessischem Brand- und Katastrophenschutzgesetz (HBKG) die organisationseigene Vorhaltung dar.

Rettungshundestaffeln kommen z. B. bei Verschüttungen zum Einsatz, etwa bei einer Gasexplosion. Auch die Suche nach vermissten Personen ist ein häufiger Einsatzanlass für Rettungshundeteams. Außerhalb ihrer Dienstzeit leben Rettungshunde als normale Haus- und Familienhunde bei ihren Hundeführerinnen und -führern und werden von diesen unter professioneller Anleitung zu Rettungshunden ausgebildet.

Rettungshundestaffeln in Ihrer Nähe

Sie interessieren sich für die Rettungshundearbeit im Deutschen Roten Kreuz oder möchten Ihren Hund zum Rettungshund ausbilden? Hier finden Sie Rettungshundestaffeln in Ihrer Nähe!

Rettungshundestaffel bei Ihrem Kreisverband vor Ort

  • Rettungshundestaffeln im DRK-Hessen

    Die folgende Karte zeigt, welche DRK-Kreisverbände in Hessen über Rettungshundestaffeln verfügen.

  • Ausbildung von Rettungshundeteams

    Qualifizierung von Mensch und Tier

    Foto: M. Vennemann / DRKS

    Die Ausbildung zum Rettungshund kann bereits im Welpenalter begonnen werden und dauert ungefähr zwei Jahre. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und ihre Hunde müssen für die Arbeit in einer Rettungshundestaffel entsprechend qualifiziert sein. Mensch und Hund bilden ein Team – das Rettungshundeteam.

    Eignung als Rettungshund

    Vor Beginn der Ausbildung zum Rettungshund muss der Hund gemeinsam mit seiner Hundeführerin oder seinem Hundeführer einen Eignungstest absolvieren. Wird der Eignungstest bestanden, kann die Rettungshundeausbildung beginnen.

    Der zukünftige Rettungshund muss

    • einen Grundgehorsam haben,
    • gut sozialisiert, begeisterungsfähig, freundlich und aufgeschlossen sein,
    • verträglich mit Mensch und Hund und jederzeit freundlich zu fremden Personen sein,
    • gesund und leistungsfähig sein,
    • ein sicheres Wesen haben und sich nicht vor lauten Geräuschen oder ungewohnten Situationen erschrecken.
    Ausbildung der Rettungshundeführerinnen und -führer

    Zukünftige Hundeführerinnen und -führer sollten eine hohe Motivation und Teamfähigkeit mitbringen und physisch und psychisch geeignet sein. Die Ausbildung zur Rettungshundeführerin oder zum Rettungshundeführer beinhaltet unter anderem folgende Lehrgänge:

    • Rotkreuz-Einführungsseminar
    • Technik im Einsatz
    • Basis Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)
    • Ausbildung zur Sanitäterin oder zum Sanitäter
    • BOS-Sprechfunklehrgang
    • Interkulturelle Kompetenz im Einsatz
    • Kynologie
    • Organisation und Einsatztaktik
    • Unfallverhütung und Sicherheit im Einsatz
    • Verhaltensgrundsätze bei Transporten
    • Karte und Kompass (Orientierung)
    • Erste Hilfe am Hund
    • Sanitätsausbildung

    Nach erfolgreich abgeschlossener Helferausbildung können die Helferinnen und Helfer in Real-Einsätze gehen. Auch angehende Hundeführer sammeln dort erste wertvolle Erfahrungen.

    Einsatzfähigkeitsprüfung für Rettungshundeteams

    Ist das Rettungshundeteam bereit für den Einsatz, absolviert es die Einsatzfähigkeitsprüfung gemäß der Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams (GemPPO). Wenn sich das geprüfte Rettungshundeteam bei einsatzrealistischen Suchen während des Trainings bewährt hat, darf es in den Einsatz. Die GemPPO-Prüfung muss alle 24 Monate wiederholt werden.

  • Suchsparten

    Aktuell werden die Rettungshunde der hessischen Rettungshundestaffeln in der Flächensuche, Trümmersuche oder im Mantrailing ausgebildet.

    Flächenhunde

    Foto: Daniel Ende / DRK
    Rettungshunde für die Flächensuche

    Flächenhunde kommen zum Einsatz, wenn ein Gebiet schnellstmöglich flächendeckend abgesucht werden muss. Ein ausgebildeter Suchhund kann unter normalen Bedingungen innerhalb von 20 Minuten eine Fläche von zirka 30.000 Quadratmetern absuchen.

    Neben seinem hervorragenden Geruchssinn helfen dem Flächenhund seine große Lauffreudigkeit und Geschicklichkeit. Auch im Dunkeln, bei schlechtem Wetter oder in unwegsamen Gelände spürt er die menschliche Witterung auf und zeigt seiner Hundeführerin oder seinem Hundeführer den Fundort schnell und zuverlässig auf. In Hessen ist die Flächensuche die häufigste Einsatzart.

    Foto: Iranischer Roter Halbmond / DRK
    Rettungshunde für die Trümmersuche

    Auf Trümmerhunde greift man zurück, wenn verschüttete Menschen unter eingestürzten Gebäuden vermutet werden, z. B. nach einer Gasexplosion. Trümmerhunde sind in der Lage, die Witterung eines Menschen unter einer meterdicken Trümmerschichten zu orten.

    In ihrer Ausbildung lernen Trümmerhunde, trotz extrem schwieriger Bedingungen konzentriert zu arbeiten und sich auch auf anspruchsvollen Untergründen sicher zu bewegen. Das Training der Trümmerhunde findet beispielsweise in Abbruchhäusern, auf Bauschuttdeponien und natürlich in speziell gestalteten Trümmerkegeln statt.

    Foto: A. Zelck / DRKS
    Rettungshunde für das Mantrailing

    Personenspürhunde werden an Leine und Geschirr geführt und können auch in bebauten Gebieten eingesetzt werden. Falls vorhanden, verfolgen Personenspürhunde die individuelle Geruchsspur (Trail) einer vermissten Person bis zu mehreren Kilometern. Um eine Spur aufnehmen zu können, genügen bereits kleinste Geruchspartikel der vermissten Person.

Rettungshunde-Ausbildung und Beratung im DRK-Landesverband Hessen e. V.

Rettungshundeführerinnen und -führer sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Sanitätsdienstes. Sie sind auf Kreisverbandsebene innerhalb der Bereitschaften im Katastrophenschutz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) organisiert. In den zuständigen DRK-Kreisverbänden erhalten sie eine professionelle Grund- und Fachausbildung.

Dem DRK-Landesverband Hessen e. V. obliegt unterdessen die Ausbildung der Ausbilderinnen und Ausbilder. Weiterhin berät der DRK-Landesverband Hessen e. V. die Kreisverbände, unterstützt und koordiniert die Arbeit der hessischen Rettungshundestaffeln und führt die Kommunikation mit dem Land Hessen.

Auf Bundesebene verantwortet das DRK-Generalsekretariat alle grundsätzlichen und einheitlich geltenden Regelungen und Belange der Rettungshundearbeit im Deutschen Roten Kreuz.

Ihr Ansprechpartner:

Herr

Detlef Brandt

Referent Sanitätsdienst und Betriebssanitäter

Tel: 0611-7909-135
detlef.brandt(at)drk-hessen.de