Psychosozialer Kontakt für Menschen mit Behinderungen. Foto: D. Ende / DRK e.V.
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Psychosoziale Notfallversorgung

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Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen in Hessen

Im Rettungsdienst und Katastrophenschutz sind sowohl die Betroffenen als auch die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) großen psychischen Belastungen ausgesetzt, die häufig zu einem psychischen oder seelischen Belastungszustand führen. Die psychosoziale Notfallversorgung will psychisch erkrankte oder seelisch belastete Menschen zu einem Leben in ihrem gewohnten Lebensumfeld befähigen – trotz bzw. mit ihrer Erkrankung. Als „niederschwellige Angebote“ stehen die psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) auch Angehörigen und anderen Betroffenen im sozialen Umfeld offen.

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen

Sie sind von einer psychischen Belastungssitation betroffen und möchten mehr über die psychosoziale Notfallversorgung im DRK erfahren? Wenden Sie sich gerne an die psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen in Hessen:

Psy. Notfallversorgung (PSNV/KIT) bei Ihrem Kreisverband vor Ort

An wen richtet sich die psychosoziale Notfallversorgung?

Psychosoziale Notfallversorgung wendet sich einerseits an Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, andererseits an Betroffe, z. B. 

  • Angehörige,
  • Hinterbliebene,
  • Vermissende,
  • Unfallzeugen von Notfällen.

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) richten sich an erwachsene Menschen mit psychischen oder seelischen Erkrankungen. Primäre Zielgruppe sind jene, die von einer psychischen Erkrankung bedroht oder betroffen sind, aber aus unterschiedlichen Gründen keine medizinischen, ambulanten oder teilstationären Hilfsangebote annehmen können oder möchten.

Gleichzeitig möchten die psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) auch für Angehörige und andere bedeutsame Bezugspersonen ein Ansprechpartner sein. In der psychosozialen Notfallversorgung können sie Fragen hinsichtlich des Umgangs mit und der Versorgung des erkrankten Familienmitgliedes erörtern und sich entlasten und unterstützen lassen.

Häufig stehen die Betroffenen unter hohem Leidensdruck, z. B. wenn Eltern durch einen Unfall ihr Kind verlieren, wenn ein Polizist nach einem schweren Verkehrsunfall der Familie die Nachricht über den Tod überbringt oder Angehörige und Freunde eines Suizidopfers lernen müssen, mit dem Verlust zu leben.

Selbstverständlich braucht es für eine Kontaktaufnahme mit den psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen keinen äußeren Anlass. Sie können uns kontaktieren, wann immer Sie sich in einem psychischen oder seelischen Notstand befinden.

Was leistet die psychosoziale Notfallversorgung?

Die psychosoziale Notfallversorgung unterstützt bei psychischen und seelischen Leiden, wann immer sich die Betroffenen nicht imstande sehen, alleine mit der Sitation zurechtzukommen. Im Deutschen Roten Kreuz gibt es bundesweit mehr als 100 Kriseninterventions- oder Notfallnachsorge-Dienste für die psychosoziale Notfallversorgung.

Foto: D. Ende / DRK e.V.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unterziehen sich einer psychosozialen Grundausbildung, qualifizieren sich zum Kriseninterventionshelfer und werden im Rahmen von Hospitationen und Praktika auf Ihre Einsatztätigkeit vorbereitet.

Regelmäßige Fortbildungen und Supervisionen sind für Helferinnen und Helfer in der psychosozialen Notfallversorung verbindlich.

Um die Qualität nach einheitlichen Standards sicherstellen zu können, sind Ziele, Aufgaben, Einsatzindikationen, Maßnahmen, sowie Anforderungen und Ausbildungscurricula im DRK-Rahmenkonzept PSNV beschrieben.

Psychosoziale Notfallversorung

Der DRK-Landesverband Hessen e. V. ist der Dachverband des Deutschen Roten Kreuzes in Hessen. Unsere hauptamtlichen Mitarbeiter unterstützen die hessischen Kreis- und Ortsverbände bei der flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit den Leistungen des Deutschen Roten Kreuzes. Zu unseren Aufgaben zählt u. a. die Unterstützung der DRK-Gliederungen, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Ausbildung der Lehrkräfte, Leitungs- und Führungskräfte.

Ihr Ansprechpartner:

Herr

Matthias Klein-Lucht

Referent Betreuungsdienst

Tel: 0611-7909-172
matthias.klein(at)drk-hessen.de